Wir leben in Misstrauensgemeinschaften.
„Die da oben." „Die aus dem Westen." „Die Jungen." „Die Alten." „Die Kirche." „Die Medien."
Wir sortieren uns auseinander. Wir nehmen das Schlechteste vom Gegenüber an. Jeder hat den Eindruck: der Andere meint es nicht gut.
Diese Logik wird für Klicks befeuert. Aufregung verkauft sich. Aber sie macht uns einsam, müde und härter.
Nicht dagegen. Anders.
Das hier ist kein Aufklärungs-Tool, kein Faktencheck, kein Gegen-Account. Wir gewinnen niemanden, indem wir lauter werden als die andere Seite. Wir verlieren nur die Mitte.
Stattdessen erzählen wir Geschichten, die tragen: kurze, konkrete, menschliche Geschichten aus dem Alltag. Geschichten, in denen das Vertrauen schon da ist — weil es irgendwo jemand täglich macht.
- Polemik gegen rechts
- Polemik gegen links
- Statistik, die widerlegt
- Studien, die belehren
- Eine Filterblase mehr
- „Die Wahrheit" ™
- Geschichten, die wirklich passieren
- Konkret, mit Namen, mit Orten
- Vertrauen, das jemand vorlebt
- Material zum Weitererzählen
Vertrauen entsteht im Konkreten.
Selten ändert jemand sein Weltbild, weil ihm eine Statistik vorgelegt wurde. Aber viele ändern es, weil sie eine Geschichte gehört haben — von einem Menschen, den sie ein bisschen kannten, in einem Ort, den sie sich vorstellen konnten.
„Die da oben" hat keine Augen, kein Gesicht, keine Adresse. Frau Görlitz im dritten Stock schon. Yusuf vom Pflegeheim St. Marien schon. Frau Cetin von gegenüber, die seit zwölf Jahren den Schlüssel hat, schon.
Wenn man genug solcher Geschichten kennt, wird der Pauschalsatz lächerlich. Nicht weil er widerlegt wurde, sondern weil er nicht mehr passt zu dem, was man sieht.
Acht Themen, in denen schon Vertrauen lebt.
Wir sammeln nicht zufällig. Jede Geschichte gehört zu einem Thema — damit Multiplikator:innen passendes Material finden, wenn sie es brauchen.
Ein Tag, fünf Stellen.
Jede Push-Zeit ist an einen biblischen Hoffnungs-Vers gekoppelt. Wer möchte, kann das ignorieren — wer es bemerkt, hat einen zweiten Boden unter der Geschichte.
Gute Nachrichten — vor der Haustür.
Geschichten wirken am stärksten, wenn der Ort vertraut ist. „Husum", „Görlitz", „Bochum-Linden" — das macht den Unterschied zu einer abstrakten Erfolgsstory aus irgendeinem Magazin.
Jede Geschichte trifft den Ort, an dem sie passiert ist. Stadt, Straße, Situation. Zukünftig können Nutzer:innen ihre Region als Filter setzen — dann gibt es vormittags eine Geschichte aus Mecklenburg statt aus Hamburg.
Für die, die weitererzählen.
Die App bringt konkrete Hoffnungsgeschichten zu Menschen, die in ihrer Gemeinde, Schule, Familie oder Nachbarschaft sprechen wollen. Anders erzählen von dieser Welt — mit Mut, mit Courage, mit echten Stimmen. Geschichten, die zeigen, was Menschen einander tun, statt was Menschen einander vorwerfen.
Pfarrer:innen
Eine Geschichte für die Predigt am Sonntag. Konkret, kurz, ohne theologisches Gehänge.
Lehrer:innen
Fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn. Eine Geschichte für Ethik, Religion, Sozialkunde.
Sozialarbeit
Gesprächsöffner in der Beratung, im Kreis, am Tisch. Nicht belehrend, nicht therapeutisch.
Ehrenamtliche
Mut zwischendurch. Für die, die in Vereinen, Initiativen, Gemeinden anpacken.
Journalist:innen
Recherche-Anker. Regionale Spurensuche statt der zehnten Verfallsreportage.
Eltern
Beim Abendbrot, beim Fahren. Ein anderer Ton als der vom Mittagsmagazin.
Pendler:innen
Vier Minuten Bahn, U-Bahn, Bus. Statt Reels: eine Geschichte, die bleibt.
Alle anderen
Wer morgens nicht mit schlechten Nachrichten ankommen will, sondern mit einer.
Eine App, die sich selbst weiterträgt.
Die App ist kein Sender, sondern ein Kreislauf. Geschichten werden vor Ort gesammelt, von echten Stimmen eingesprochen, in die App gespielt — und die Menschen, die sie hören, kommen wieder zurück.
Erzählwerkstatt vor Ort
Sechs bis zwanzig Menschen in der Gemeinde, in der Schule, im Konfi-Kreis. 150 Minuten, vier Bewegungen. Geschichten kommen auf den Tisch.
Vom Menschen selbst eingesprochen
Wer mag, liest die eigene Geschichte ein — mit Gesicht in einer kleinen Bubble neben der Story. Wer lieber nicht: professionelle Stimmen tun's.
Push in die App
Eine Geschichte pro Tag — mit Audio. 30 bis 60 Sekunden, eine Stimme, eine Szene. Beim Pendeln, beim Kochen, vor der Predigt.
Hörer:innen kommen zurück
Inspiriert, erzählen sie selbst weiter. Buchen den nächsten Workshop. Schicken eigene Geschichten. Der Kreis schließt sich.
Die Erzählwerkstatt.
Ein Erzähl-Workshop in 150 Minuten. Sechs bis zwanzig Menschen, ein erprobter Ablauf in vier Bewegungen, am Ende acht bis zwölf neue Geschichten. Für sechs Zielgruppen ein eigenes Setting — gleicher Prozess, andere Sprache.
Offener Gemeindeabend.
8–14 Personen, gemischt im Alter (30–80), kennen sich teilweise. Die Methoden öffnen Räume, auch wenn das Schweigen am Anfang groß ist.
× Methode „Stille mit Kerze"
× Wendefrage im Plenum
× Erzählen in Paaren oder Plenum
Religion / Ethik, Klassen 8–10.
20–30 Schüler:innen, Doppelstunde plus Aufnahme. Pflichtveranstaltung, also brauchen wir Methoden, die Schutz und Wahl geben.
× Anonymer Briefkasten statt Plenum
× Reporter:innen-Runde mit zwei Rollen
× Projekttag besser als zwei Doppelstunden
12–13 Jahre.
8–18 Konfis, freiwillig, aber mit Gruppendruck. Mit kurzen Andockpunkten und klarer Struktur wird auch in dieser Phase erstaunlich viel möglich.
× Spielfeld „Was nervt" — Bewegung, Tempo
× Co-Moderation fast Pflicht
× Konfis können die Technik übernehmen
Gemeindekreis, Frauen- oder Männerkreis.
6–12 Personen, kennen sich gut. Tempo etwas ruhiger, Akustik und gute Lesbarkeit von Anfang an mitdenken.
× Große Schrift (mind. 14pt)
× Reihum: ein Wort
× Plenum — das Gehört-Werden ist zentral
20–35 Jahre.
6–10 Personen aus Hochschulgemeinde oder „Junge Erwachsene"-Kreis. Methoden mit Tempo, Schreibmomenten und Sprache aus dem Alltag funktionieren am besten.
× Warm-Up mit Handy-Foto
× „Die Headline" — Sprache des digitalen Alltags
× Erzählen in Paaren statt im Plenum
Wenn die Gruppe vielfältig ist.
Frauenkreis trifft Konfis. Stammgemeinde trifft Neue. Methoden, die Brücken bauen, ohne Unterschiede einzuebnen.
× Tandems über Generationen
× Triaden mit gemischter Besetzung
× Anonymisierung sensibel handhaben
Der komplette Leitfaden — online lesbar.
Fundament (Haltung, vier Bewegungen) · Methodenkoffer (acht Phasen über 150 Minuten) · Wahl-Tabelle (sechs Zielgruppen mit Material, Vorbereitung, typischen Tücken).
Werkstattbuch öffnenInteresse an einer Begleitung oder am ersten Pilot-Workshop? Schreib uns — wir kommen vorbei.
Die Telefonzelle, die wandert.
Eine restaurierte Telefonzelle, ein altes Tastentelefon innen, ein Tablet als Telefonbuch. Sie reist: Marktplatz, Kirchentag, Schulhof, Stadtfest, Promenade. Wer drin Platz nimmt, ist allein und in Ruhe — hört eine Geschichte oder spricht selbst eine ein.
Jede Geschichte in der App hat eine eigene Nummer. Hörer abnehmen, Nummer wählen, Geschichte hört man durch die Membran. Wer eine eigene erzählen will, drückt die Raute und spricht ein. Moderation in 24 Stunden, danach hat auch die eigene Geschichte eine Nummer.
Telefonbuch durchblättern
Auf dem Tablet stehen alle Geschichten — Titel, Ort, Themenkategorie. Jede hat eine eigene Nummer wie früher im Telefonbuch.
Nummer wählen
Hörer abnehmen, Nummer auf der Tastatur eintippen. Die Geschichte spielt durch die Membran — eine Minute, eine Stimme im Ohr.
Selbst erzählen
Wer eine Geschichte hat, drückt nach dem Hören die Raute. Spricht ein. Wir moderieren in 24 Stunden — danach hat auch die eigene Geschichte eine Nummer.
Bonus-Funktion, wenn sie grad bei mir steht: Erzählabende — Menschen kommen vorbei, gehen rein, sitzen in Ruhe, sprechen ein. Andere hören. Die Zelle als kleiner stiller Raum mitten in einer Veranstaltung.
Aktuell ist noch keine aufgestellt — wir suchen Orte, Partner und Förderer. Schreib uns, wenn du eine bei dir willst — wir bringen sie für ein paar Wochen vorbei.