Bildungsprojekt · Hoffnung · Demokratie

Bibliothek der Hoffnung.

Eine App, die nicht gegen erzählt — sondern anders. Jeden Morgen eine kurze, menschliche Geschichte. Kurz, konkret, vorgelesen, regional, real.

Appanders.erzählt
Rhythmus5 Zeiten, 5 Verse
PlattformiOS · Android · Web
08:28 Uhr · Röm 8,28
Geschichte des Tages
9:41
Donnerstag, 21. Mai
8:28
Mitteilungen
a.
anders.erzählt
Geschichte des Tages · Röm 8,28
jetzt
Mittwochs bei Frau Görlitz
Lena, neun Jahre alt, klingelt jeden Mittwoch bei Frau Görlitz aus dem dritten Stock. Sie gießen zusammen die Tomaten auf dem Balkon. Frau Görlitz redet über Ostpreußen, Lena über TikTok. Beide hören zu. Letzte Woche haben sie zusammen Marmelade gekocht.
In der App
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anders.erzählt
Geschichten, die tragen
Geschichte des Tages · 8:28 · Römer 8,28
Mittwochs bei Frau Görlitz
Lena, neun Jahre alt, klingelt jeden Mittwoch bei Frau Görlitz aus dem dritten Stock. Sie gießen zusammen die Tomaten auf dem Balkon. Frau Görlitz redet über Ostpreußen, Lena über TikTok. Beide hören zu. Letzte Woche haben sie zusammen Marmelade gekocht.
Was brauchst du heute?
Sag, was du suchst — wir finden ein Bild dazu.
Versuch's mit
Themen
01 — Diagnose was hier los ist

Wir leben in Misstrauens­gemein­schaften.

„Die da oben." „Die aus dem Westen." „Die Jungen." „Die Alten." „Die Kirche." „Die Medien."

Wir sortieren uns auseinander. Wir nehmen das Schlechteste vom Gegenüber an. Jeder hat den Eindruck: der Andere meint es nicht gut.

Diese Logik wird für Klicks befeuert. Aufregung verkauft sich. Aber sie macht uns einsam, müde und härter.

„Da kann man nichts machen" — ist der gottloseste aller Sätze.
Dorothee Sölle
02 — Haltung was wir nicht tun

Nicht dagegen. Anders.

Das hier ist kein Aufklärungs-Tool, kein Faktencheck, kein Gegen-Account. Wir gewinnen niemanden, indem wir lauter werden als die andere Seite. Wir verlieren nur die Mitte.

Stattdessen erzählen wir Geschichten, die tragen: kurze, konkrete, menschliche Geschichten aus dem Alltag. Geschichten, in denen das Vertrauen schon da ist — weil es irgendwo jemand täglich macht.

Diese App ist nicht:
  • Polemik gegen rechts
  • Polemik gegen links
  • Statistik, die widerlegt
  • Studien, die belehren
  • Eine Filterblase mehr
  • „Die Wahrheit" ™
Sondern:
  • Geschichten, die wirklich passieren
  • Konkret, mit Namen, mit Orten
  • Vertrauen, das jemand vorlebt
  • Material zum Weitererzählen
03 — Warum das Prinzip

Vertrauen entsteht im Konkreten.

Selten ändert jemand sein Weltbild, weil ihm eine Statistik vorgelegt wurde. Aber viele ändern es, weil sie eine Geschichte gehört haben — von einem Menschen, den sie ein bisschen kannten, in einem Ort, den sie sich vorstellen konnten.

„Die da oben" hat keine Augen, kein Gesicht, keine Adresse. Frau Görlitz im dritten Stock schon. Yusuf vom Pflegeheim St. Marien schon. Frau Cetin von gegenüber, die seit zwölf Jahren den Schlüssel hat, schon.

Wenn man genug solcher Geschichten kennt, wird der Pauschalsatz lächerlich. Nicht weil er widerlegt wurde, sondern weil er nicht mehr passt zu dem, was man sieht.

Das Geschichtenerzählen enthüllt den Sinn, ohne den Fehler zu begehen, ihn zu benennen.
Hannah Arendt, Menschen in finsteren Zeiten
04 — Inhalt acht Themen

Acht Themen, in denen schon Vertrauen lebt.

Wir sammeln nicht zufällig. Jede Geschichte gehört zu einem Thema — damit Multiplikator:innen passendes Material finden, wenn sie es brauchen.

01
Nachbar­schaft
Frau Cetin hat den Schlüssel
02
Hilfe & Sorge
Yusufs Nachtschicht
03
Mut & Hoffnung
Die Bank am Kanal
04
Generationen
Tim erklärt Opa WhatsApp
05
Glaube
Pastor Lemkes Hausbesuche
06
Heimat & Ankommen
Die Kneipe macht wieder auf
07
Arbeit & Beitrag
Hauke fährt seit 31 Jahren Bus
08
Alltag, der trägt
Der Zettel am Hauseingang
05 — Rhythmus fünf Zeiten, fünf Verse

Ein Tag, fünf Stellen.

Jede Push-Zeit ist an einen biblischen Hoffnungs-Vers gekoppelt. Wer möchte, kann das ignorieren — wer es bemerkt, hat einen zweiten Boden unter der Geschichte.

3:22
Klagelieder 3,22
„Die Güte des Herrn hat kein Ende, seine Barmherzigkeit hört nicht auf."
Nachts · wenn der Tag noch nicht da ist
8:28
Römer 8,28
„Denen, die Gott lieben, dienen alle Dinge zum Besten."
Morgens · vor der Arbeit
11:01
Hebräer 11,1
„Der Glaube ist eine feste Zuversicht dessen, was man hofft."
Vormittags · kurze Pause
15:13
Römer 15,13
„Der Gott der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden."
Nachmittags · zum Aufrichten
19:05
Lukas 19,5
„Heute will ich in deinem Haus einkehren."
Abends · eingeladen
Nachbarschaft wirkt, weil sie nah ist.
Die Grundregel dieser App.
06 — Reichweite regional zuerst

Gute Nachrichten — vor der Haustür.

Geschichten wirken am stärksten, wenn der Ort vertraut ist. „Husum", „Görlitz", „Bochum-Linden" — das macht den Unterschied zu einer abstrakten Erfolgsstory aus irgendeinem Magazin.

Jede Geschichte trifft den Ort, an dem sie passiert ist. Stadt, Straße, Situation. Zukünftig können Nutzer:innen ihre Region als Filter setzen — dann gibt es vormittags eine Geschichte aus Mecklenburg statt aus Hamburg.

Bisher gesammelt aus
Hamburg
Görlitz
Dithmarschen
Husum
Leipzig-Reudnitz
Lübeck
Kiel-Gaarden
Bochum-Linden
Neuenkirchen
Bremen-Hemelingen
Heide
Lüssow
Berlin
… und mehr
07 — Zielgruppe wer das nutzt

Für die, die weiter­erzählen.

Die App bringt konkrete Hoffnungsgeschichten zu Menschen, die in ihrer Gemeinde, Schule, Familie oder Nachbarschaft sprechen wollen. Anders erzählen von dieser Welt — mit Mut, mit Courage, mit echten Stimmen. Geschichten, die zeigen, was Menschen einander tun, statt was Menschen einander vorwerfen.

Pfarrer:innen

Eine Geschichte für die Predigt am Sonntag. Konkret, kurz, ohne theologisches Gehänge.

Lehrer:innen

Fünf Minuten vor Unterrichtsbeginn. Eine Geschichte für Ethik, Religion, Sozialkunde.

Sozialarbeit

Gesprächsöffner in der Beratung, im Kreis, am Tisch. Nicht belehrend, nicht therapeutisch.

Ehrenamtliche

Mut zwischendurch. Für die, die in Vereinen, Initiativen, Gemeinden anpacken.

Journalist:innen

Recherche-Anker. Regionale Spurensuche statt der zehnten Verfalls­reportage.

Eltern

Beim Abendbrot, beim Fahren. Ein anderer Ton als der vom Mittagsmagazin.

Pendler:innen

Vier Minuten Bahn, U-Bahn, Bus. Statt Reels: eine Geschichte, die bleibt.

Alle anderen

Wer morgens nicht mit schlechten Nachrichten ankommen will, sondern mit einer.

08 — Das System Wechselwirkung

Eine App, die sich selbst weiterträgt.

Die App ist kein Sender, sondern ein Kreislauf. Geschichten werden vor Ort gesammelt, von echten Stimmen eingesprochen, in die App gespielt — und die Menschen, die sie hören, kommen wieder zurück.

01 · Sammeln

Erzähl­werkstatt vor Ort

Sechs bis zwanzig Menschen in der Gemeinde, in der Schule, im Konfi-Kreis. 150 Minuten, vier Bewegungen. Geschichten kommen auf den Tisch.

02 · Einsprechen

Vom Menschen selbst eingesprochen

Wer mag, liest die eigene Geschichte ein — mit Gesicht in einer kleinen Bubble neben der Story. Wer lieber nicht: professionelle Stimmen tun's.

03 · Verteilen

Push in die App

Eine Geschichte pro Tag — mit Audio. 30 bis 60 Sekunden, eine Stimme, eine Szene. Beim Pendeln, beim Kochen, vor der Predigt.

04 · Wirkt

Hörer:innen kommen zurück

Inspiriert, erzählen sie selbst weiter. Buchen den nächsten Workshop. Schicken eigene Geschichten. Der Kreis schließt sich.

Aus Hörer:innen werden Erzähler:innen — und aus Erzählrunden neue Geschichten.
09 — Werkstatt vor Ort Geschichten sammeln

Die Erzähl­werkstatt.

Ein Erzähl-Workshop in 150 Minuten. Sechs bis zwanzig Menschen, ein erprobter Ablauf in vier Bewegungen, am Ende acht bis zwölf neue Geschichten. Für sechs Zielgruppen ein eigenes Setting — gleicher Prozess, andere Sprache.

C.1 · Gemeinde

Offener Gemeindeabend.

8–14 Personen, gemischt im Alter (30–80), kennen sich teilweise. Die Methoden öffnen Räume, auch wenn das Schweigen am Anfang groß ist.

× Stuhlkreis, Kerze, ein Gegenstand pro Person
× Methode „Stille mit Kerze"
× Wendefrage im Plenum
× Erzählen in Paaren oder Plenum
C.2 · Schule

Religion / Ethik, Klassen 8–10.

20–30 Schüler:innen, Doppelstunde plus Aufnahme. Pflicht­ver­anstaltung, also brauchen wir Methoden, die Schutz und Wahl geben.

× Vier-Ecken-Warm-Up (Bewegung, niemand muss reden)
× Anonymer Briefkasten statt Plenum
× Reporter:innen-Runde mit zwei Rollen
× Projekttag besser als zwei Doppelstunden
C.3 · Konfis

12–13 Jahre.

8–18 Konfis, freiwillig, aber mit Gruppendruck. Mit kurzen Andockpunkten und klarer Struktur wird auch in dieser Phase erstaunlich viel möglich.

× Foto-Karten als Andockpunkte
× Spielfeld „Was nervt" — Bewegung, Tempo
× Co-Moderation fast Pflicht
× Konfis können die Technik übernehmen
C.4 · Senior:innen

Gemeindekreis, Frauen- oder Männerkreis.

6–12 Personen, kennen sich gut. Tempo etwas ruhiger, Akustik und gute Lesbarkeit von Anfang an mitdenken.

× Polsterstühle, Tee/Kaffee von Anfang an
× Große Schrift (mind. 14pt)
× Reihum: ein Wort
× Plenum — das Gehört-Werden ist zentral
C.5 · Junge Erwachsene

20–35 Jahre.

6–10 Personen aus Hochschulgemeinde oder „Junge Erwachsene"-Kreis. Methoden mit Tempo, Schreibmomenten und Sprache aus dem Alltag funktionieren am besten.

× Wohnzimmer-Atmosphäre statt Gemeindesaal
× Warm-Up mit Handy-Foto
× „Die Headline" — Sprache des digitalen Alltags
× Erzählen in Paaren statt im Plenum
C.6 · Gemischte Gruppen

Wenn die Gruppe vielfältig ist.

Frauenkreis trifft Konfis. Stammgemeinde trifft Neue. Methoden, die Brücken bauen, ohne Unterschiede einzuebnen.

× Setting offen halten, klare Regeln
× Tandems über Generationen
× Triaden mit gemischter Besetzung
× Anonymisierung sensibel handhaben
Werkstattbuch

Der komplette Leitfaden — online lesbar.

Fundament (Haltung, vier Bewegungen) · Methodenkoffer (acht Phasen über 150 Minuten) · Wahl-Tabelle (sechs Zielgruppen mit Material, Vorbereitung, typischen Tücken).

Werkstattbuch öffnen

Interesse an einer Begleitung oder am ersten Pilot-Workshop? Schreib uns — wir kommen vorbei.

10 — On the Road analog trifft digital

Die Telefonzelle, die wandert.

Eine restaurierte Telefonzelle, ein altes Tastentelefon innen, ein Tablet als Telefonbuch. Sie reist: Marktplatz, Kirchentag, Schulhof, Stadtfest, Promenade. Wer drin Platz nimmt, ist allein und in Ruhe — hört eine Geschichte oder spricht selbst eine ein.

Jede Geschichte in der App hat eine eigene Nummer. Hörer abnehmen, Nummer wählen, Geschichte hört man durch die Membran. Wer eine eigene erzählen will, drückt die Raute und spricht ein. Moderation in 24 Stunden, danach hat auch die eigene Geschichte eine Nummer.

01

Telefonbuch durchblättern

Auf dem Tablet stehen alle Geschichten — Titel, Ort, Themenkategorie. Jede hat eine eigene Nummer wie früher im Telefonbuch.

02

Nummer wählen

Hörer abnehmen, Nummer auf der Tastatur eintippen. Die Geschichte spielt durch die Membran — eine Minute, eine Stimme im Ohr.

03

Selbst erzählen

Wer eine Geschichte hat, drückt nach dem Hören die Raute. Spricht ein. Wir moderieren in 24 Stunden — danach hat auch die eigene Geschichte eine Nummer.

Bonus-Funktion, wenn sie grad bei mir steht: Erzählabende — Menschen kommen vorbei, gehen rein, sitzen in Ruhe, sprechen ein. Andere hören. Die Zelle als kleiner stiller Raum mitten in einer Veranstaltung.

Aktuell ist noch keine aufgestellt — wir suchen Orte, Partner und Förderer. Schreib uns, wenn du eine bei dir willst — wir bringen sie für ein paar Wochen vorbei.

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Eine Geschichte pro Tag. Fünf Zeiten. Fünf Verse. Acht Themen. Tausend gute Gründe.

Die App ist jetzt im App Store und bei Google Play verfügbar. Wir freuen uns über jedes Feedback — direkt per Mail an hallo@anders-erzählt.de.

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